Schreibwettbewerb “Marionette”
Leben als Spiel, Marionette Mensch — doch wer oder was zieht die Fäden?

Achtung! Dieser Wettbewerb ist noch nicht eröffnet.
Leben als Spiel, Marionette Mensch
Diese Medaille hat gleich vier Seiten. Erstens sind wir genetisch bedingt sowohl als Spezies als auch als Individuen bestimmten unabänderlichen Voraussetzungen unterworfen. Zweitens macht uns unsere soziale Konditionierung und Programmierung zu Marionetten der Gesellschaft. Drittens ist da noch unser kleines Ich, das wir am Steuer unseres Schiffes wähnen, so dass wir zu Marionetten unseres Egos werden. Und zu guter Letzt sind wir Marionetten des Bewusstseins, das alle Formen und damit auch uns Menschen erträumt/erschafft.
Texte zu allen vier Seiten der Medaille sind willkommen.
“Um den kosmischen Witz zu verstehen, um die große Ironie zu begreifen, müssten wir die abstrakte (oder nominelle) Welt durchschauen, die unser Denken für uns geschaffen hat. Doch dazu sind wir schlichtweg nicht fähig. Wir sind dazu unfähig, und die Folge unserer Kurzsichtigkeit ist, dass wir alles viel zu ernst nehmen. Wir könnten es nicht ernster nehmen – uns fehlt jeglicher Sinn für Humor angesichts unserer misslichen Lage. Wir können die künstliche/abstrakte Welt, die unser Denken für uns erschaffen hat, nicht durchschauen, weil wir die Realität jedes Mal gedankenlos als Irrtum abtun! Dadurch, dass wir alles „auf dem Kopf sehen“, sind wir in einer Scheinwelt gefangen, einer Welt, die gar nicht existiert. In dieser verkehrten virtuellen Welt dreht sich alles darum, das System zu erweitern, auszudehnen, zu verewigen und so weiter.
Nick Williams
Mit anderen Worten: Es herrscht ein ständiger Druck, „den mechanischen Regeln zu gehorchen“. Wir können das auch als ein Spiel bezeichnen und sagen, dass der Druck, das System auszuweiten oder einzuführen, dem Siegeswillen entspricht. Das verdeutlicht die unsichtbare Ironie, von der wir sprechen, perfekt. Die Ironie besteht darin, dass wir den mechanischen Druck, unter dem wir stehen, das System endlos zu verbreiten und zu fördern, nicht als von außen kommend, sondern als von uns selbst ausgehend wahrnehmen – wir empfinden die Dringlichkeit als unsere eigene.
In Wirklichkeit sind wir vom System zu Marionetten gemacht worden – wir tun, was man uns sagt, denken, was man uns sagt, handeln und nehmen wahr, was man uns vorgibt wahrzunehmen, und gleichzeitig sind wir überzeugt, die Kontrolle zu haben, die Fäden in der Hand zu halten. Doch die Show regiert uns, und die Show – wie bereits erwähnt – ist völlig hohl. Sie ist ein leerer Schwindel…”
Viele weitere Denkanstöße zum Thema findest du im Blog Baba Basu