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Zitat von Bozo am Oktober 26, 2025, 2:54 p.m. UhrWie zuvor der Versuch der Buchdruck-Finanzierung durch Vorbestellungen ist nun auch das Abonennten-Modell des Verlierer Verlags gescheitert, es bestand keinerlei Interesse. Im Forum herrscht ebenfalls tote Hose. Die Menschheit ist einfach eine komplett selbstentfremdete Spezies. Kommunikation und Introspektion der Art, wie sie hier angeboten wird, sollte eigentlich völlig natürlich sein, geistige Wesen natürlicherweise anziehen wie die Motten das Licht. Der Mensch hat mit seiner geistigen Natur aber nichts mehr zu schaffen, er ist jetzt im Verstand zuhause. In dessen Version der ‘Wirklichkeit’. Und damit auch in dessen Version der eigenen, der Selbstwirklichkeit. Da bewegt sich nicht mehr viel. Und wenn, dann aus einer Dynamik heraus, die aus dem Schach als “Zugzwang” bekannt ist. Mit Bewegung infolge echter innerer Führung hat es nichts zu tun.
Was wäre eigentlich die Vision für den Verlierer Verlag gewesen? Organischer Fluss, in dem immer mehr Leben entsteht. Ganz natürlich. Indem immer mehr Wesen, die von der Quelle herkommen, in ihn hineingetragen werden. In welche Richtung es gegangen wäre und welche Verzweigungen entstanden wären, ist völlig offen. Das ist ja das Spannende an organischem Wachstum. Vielleicht hätte ein in Deutschland ansässiger Mensch den Verlag dort als Unternehmen registriert und die Bücher in den Buchhandel gebracht. Oder jemand hätte per Crowdfunding den Magazindruck ermöglicht. Vielleicht hätten wir Sponsoren gefunden, die es ermöglicht hätten, den Schreibwettbewerb auch im Jahr 2027 durchzuführen und sogar ein jährliches “Best of” in Buchform zu veröffentlichen. Wir hätten sogar Lust auf einen zweiten Wettbewerb 2026 gehabt, und zwar zum Thema “Transzendentale Erfahrungen und das Leben danach”. Vielleicht hätten sich auch ganz andere Projekte ergeben. Beispielsweise liebäugeln wir mit der Idee eines kostenlosen einmonatigen Einzel-Retreats für an innerem Wachstum interessierte Schreibende in Südostasien unter der Auflage, dass sie alles in dieser Zeit Geschriebene sozusagen “live” auf unserer Webseite veröffentlichen. Hintergrund ist natürlich, dass du den Menschen eigentlich erstmal aus dem gewohnten gesellschaftlichen Kontext herausreißen musst, willst du je so etwas wie seine eigene Stimme hören.
Dass wir diese Stimme hören wollen, ist überhaupt nicht selbstverständlich. Die Menschheit will sie nicht hören, sie setzt im Gegenteil alles daran, dass du keine eigene Stimme hast und auch niemals eine findest. Die Gründe dafür hat Nick Williams gut formuliert:
”Wir leben nicht wirklich, wir spielen nur Leben – wir spielen das Leben in der sterilen Sicherheit des gesellschaftlichen Spiels. Es ist im Grunde nur Theater. Diejenigen von uns, die der Realität am stärksten ausgesetzt sind, sind natürlich diejenigen, die sich am unteren Ende dieser Pyramide befinden – wir sind hier allen ausgeliefert, weil wir keinerlei Macht besitzen. Wir genießen auch keinen Respekt, denn die Menschen respektieren nur Macht. Es ihnen egal, was mit jenen geschieht, die im „Spiel versagt“ haben. Sie blicken auf sie herab. Sie spielen keine Rolle – sie haben keine Stimme, und das ist eine andere Art zu sagen, dass sie „bedeutungslos“ sind. Je mehr Macht wir haben, desto besser können wir uns vor allem schützen, was uns widerfahren könnte und was wir nicht wollen (mit anderen Worten: Je mehr Macht wir haben, desto weiter sind wir von der tatsächlichen Realität entfernt). Daraus ergibt sich eine der großen Ironien des Lebens: Diejenigen von uns, die der Realität ausgesetzt sind und daher etwas zu sagen hätten, haben keine Stimme. Während diejenigen von uns, die an der Spitze stehen (in der „Eliteposition“), völlig von der Realität abgekoppelt sind, werden sie gerade deshalb zu denjenigen, denen wir zuhören, zu denjenigen, denen die Stimme der Autorität verliehen wird – die privilegierte Stimme der Macht…”
Die Menschen kapieren einfach nicht, dass es nichts mit ihrer eigenen Stimme zu tun hat, wenn sie im Rahmen ihres Facebook- oder Twitter-Profils ihr Sternzeichen teilen und ihre Meinung kundtun. Sie wissen nicht einmal, wo die eigene Stimme anfängt. Wo das eigene Leben anfängt. Wer und was sie jenseits der Bühne überhaupt sind.
Dabei wird es da ja erst spannend. Am unteren Ende der Pyramide, da, wo niemand mehr hinsieht, wo niemand mehr zuhört, da beginnt das Leben erst. Abseits des Theaters der Menschheit, dort, wo niemals jemand etwas investiert, weil dort niemand irgendeinen Wert vermutet, da beginnt die Wirklichkeit.
Wie zuvor der Versuch der Buchdruck-Finanzierung durch Vorbestellungen ist nun auch das Abonennten-Modell des Verlierer Verlags gescheitert, es bestand keinerlei Interesse. Im Forum herrscht ebenfalls tote Hose. Die Menschheit ist einfach eine komplett selbstentfremdete Spezies. Kommunikation und Introspektion der Art, wie sie hier angeboten wird, sollte eigentlich völlig natürlich sein, geistige Wesen natürlicherweise anziehen wie die Motten das Licht. Der Mensch hat mit seiner geistigen Natur aber nichts mehr zu schaffen, er ist jetzt im Verstand zuhause. In dessen Version der ‘Wirklichkeit’. Und damit auch in dessen Version der eigenen, der Selbstwirklichkeit. Da bewegt sich nicht mehr viel. Und wenn, dann aus einer Dynamik heraus, die aus dem Schach als “Zugzwang” bekannt ist. Mit Bewegung infolge echter innerer Führung hat es nichts zu tun.
Was wäre eigentlich die Vision für den Verlierer Verlag gewesen? Organischer Fluss, in dem immer mehr Leben entsteht. Ganz natürlich. Indem immer mehr Wesen, die von der Quelle herkommen, in ihn hineingetragen werden. In welche Richtung es gegangen wäre und welche Verzweigungen entstanden wären, ist völlig offen. Das ist ja das Spannende an organischem Wachstum. Vielleicht hätte ein in Deutschland ansässiger Mensch den Verlag dort als Unternehmen registriert und die Bücher in den Buchhandel gebracht. Oder jemand hätte per Crowdfunding den Magazindruck ermöglicht. Vielleicht hätten wir Sponsoren gefunden, die es ermöglicht hätten, den Schreibwettbewerb auch im Jahr 2027 durchzuführen und sogar ein jährliches “Best of” in Buchform zu veröffentlichen. Wir hätten sogar Lust auf einen zweiten Wettbewerb 2026 gehabt, und zwar zum Thema “Transzendentale Erfahrungen und das Leben danach”. Vielleicht hätten sich auch ganz andere Projekte ergeben. Beispielsweise liebäugeln wir mit der Idee eines kostenlosen einmonatigen Einzel-Retreats für an innerem Wachstum interessierte Schreibende in Südostasien unter der Auflage, dass sie alles in dieser Zeit Geschriebene sozusagen “live” auf unserer Webseite veröffentlichen. Hintergrund ist natürlich, dass du den Menschen eigentlich erstmal aus dem gewohnten gesellschaftlichen Kontext herausreißen musst, willst du je so etwas wie seine eigene Stimme hören.
Dass wir diese Stimme hören wollen, ist überhaupt nicht selbstverständlich. Die Menschheit will sie nicht hören, sie setzt im Gegenteil alles daran, dass du keine eigene Stimme hast und auch niemals eine findest. Die Gründe dafür hat Nick Williams gut formuliert:
”Wir leben nicht wirklich, wir spielen nur Leben – wir spielen das Leben in der sterilen Sicherheit des gesellschaftlichen Spiels. Es ist im Grunde nur Theater. Diejenigen von uns, die der Realität am stärksten ausgesetzt sind, sind natürlich diejenigen, die sich am unteren Ende dieser Pyramide befinden – wir sind hier allen ausgeliefert, weil wir keinerlei Macht besitzen. Wir genießen auch keinen Respekt, denn die Menschen respektieren nur Macht. Es ihnen egal, was mit jenen geschieht, die im „Spiel versagt“ haben. Sie blicken auf sie herab. Sie spielen keine Rolle – sie haben keine Stimme, und das ist eine andere Art zu sagen, dass sie „bedeutungslos“ sind. Je mehr Macht wir haben, desto besser können wir uns vor allem schützen, was uns widerfahren könnte und was wir nicht wollen (mit anderen Worten: Je mehr Macht wir haben, desto weiter sind wir von der tatsächlichen Realität entfernt). Daraus ergibt sich eine der großen Ironien des Lebens: Diejenigen von uns, die der Realität ausgesetzt sind und daher etwas zu sagen hätten, haben keine Stimme. Während diejenigen von uns, die an der Spitze stehen (in der „Eliteposition“), völlig von der Realität abgekoppelt sind, werden sie gerade deshalb zu denjenigen, denen wir zuhören, zu denjenigen, denen die Stimme der Autorität verliehen wird – die privilegierte Stimme der Macht…”
Die Menschen kapieren einfach nicht, dass es nichts mit ihrer eigenen Stimme zu tun hat, wenn sie im Rahmen ihres Facebook- oder Twitter-Profils ihr Sternzeichen teilen und ihre Meinung kundtun. Sie wissen nicht einmal, wo die eigene Stimme anfängt. Wo das eigene Leben anfängt. Wer und was sie jenseits der Bühne überhaupt sind.
Dabei wird es da ja erst spannend. Am unteren Ende der Pyramide, da, wo niemand mehr hinsieht, wo niemand mehr zuhört, da beginnt das Leben erst. Abseits des Theaters der Menschheit, dort, wo niemals jemand etwas investiert, weil dort niemand irgendeinen Wert vermutet, da beginnt die Wirklichkeit.
Zitat von Bozo am Oktober 27, 2025, 1:23 p.m. UhrDas Dilemma zeigt sich beispielsweise ziemlich eindrücklich im Rahmen der eingereichten Wettbewerbsbeiträge. Die eigene Stimme zu finden, um die es hier geht, ist dem herkömmlich konditionierten Menschen gar nicht möglich. Erstens, weil er die entsprechende Sprechmuskulatur nie trainiert hat. Und zweitens, weil er von jenem Selbst, das da zu sprechen beginnen würde, überhaupt nichts weiß. Und so spricht eben allein der Verstand, es bleibt beim Kreisen um das vom Verstand konstruierte Ich und seine Welt.Derweil dient negative Philosophie ja eigentlich dem Ziel, die Tyrannei des Verstandes zu durchbrechen und Kontexte zu realisieren, die dem Verstand und der von ihm dominierten territorialen Persönlichkeit – der Persona – grundsätzlich verschlossen bleiben. Wird dieses Ziel verfehlt, dann ist negative Philosophie keine negative Philosophie mehr. Dann adaptiert der Verstand sie als weiteres Denkmodell. Negative Philosophie ist nun positive Philosophie mit “negativem” Inhalt: “Ich bin Nihilist”, heißt es vielleicht. Oder: “Alles ist sinnlos”. Oder: “Alles ist nichts.”Wenn hier davon die Rede ist, die Sprechmuskulatur für die eigene Stimme zu trainieren, dann ist das natürlich eigentlich Quatsch. Allein das Konzept des Trainierens ist auf positive Philosophie gebaut und greift hier nicht. Es greift aber auch kein anderes Konzept. Am ehesten vielleicht das Konzept des “Abtrainierens”. Des Wegfallenlassens. Des bedingungslosen Sich-Öffnens zum Unbekannten hin. “Gut sterben” könnte es heißen. Und vor allem gerne.
Zitat von Bozo am Oktober 28, 2025, 12:36 p.m. Uhr”Sobald du mit absoluter Sicherheit weißt, dass dich nichts anderes beunruhigen kann als deine eigene Fantasie, beginnst du, deine Wünsche und Ängste, Konzepte und Ideen zu ignorieren und allein nach der Wahrheit zu leben.”NisargadattaDer Verlierer Verlag ist deshalb ein höchst interessantes Konstrukt, weil seine Autoren ausnahmslos zu dem größeren Kontext wach sind, in dessen Rahmen Inhalt erscheint, Leben geschieht. Wer hier liest, wird also unweigerlich mit seiner eigenen Wachheit konfrontiert.Für die Menschen ist das völlig ungewohnt. Ich weiß noch, wie ich mich einmal meinem letzten Lehrer gegenüber über mein Leben beklagte: Es sei unerträglich, ja alles zuviel, zu schrecklich gewesen. Ein Psychotherapeut hätte jetzt nachgehakt, wir hätten vermutlich Jahre damit verbracht, “die Vergangenheit aufzuarbeiten”. Mein Lehrer indes meinte nur: “Du wolltest es so. Bis ins letzte Detail wolltest du es so.” Das meine ich. Ich war auf den Inhalt fokussiert, sah mich als Opfer – er appellierte an meine Wachheit zum Inhalt. Es ist, als würde jemand mit dem Finger schnippen und dich damit aus einem Tagtraum wecken, in dem du dein Leben verbracht hast.Der Wachtraum hat natürlich noch viele andere Aspekte, mit einem Fingerschnippen ist es daher nicht getan. Das wiederum hat viel mit unserer unendlichen Faszination für die Inhalte zu tun – und zwar für alle Inhalte, insbesondere die extremen. Der “Tatort” ist ja nicht grundlos beliebter als “Rosamunde Pilcher”. Wir sind geil auf Drama. Das klingt krank, ist aber eher so zu verstehen, dass wir hier Zugang zu Erfahrungsebenen haben, die uns andernorts verschlossen bleiben, sprich: Die Scheiße, die wir hier erleben können, ist einmalig. Und damit von einer höheren Warte aus überaus kostbar und liebenswert.Wachheit zum Kontext umschließt also stets Wachheit zur Verantwortung für alle Erfahrung und Würdigung aller Erfahrung. Zugleich wächst die Distanz zur Erfahrung und zum Erfahrenden und es wird klar: Das Erfahren vollzieht sich im Rahmen eines Tagtraumes. Die Grundlage des Tagtraums des Erfahrens aber ist, dass ein Erträumter (Erfahrender) einer Welt zu begegnen (eine Erfahrung zu machen) scheint: dass jemand und gleichsam etwas ist und wird.Und je größer die Distanz zu dieser Erscheinung, desto klarer wird. Der Traum von Sein und Werden ist von Natur aus dramatisch und muss es auch sein. Und wie die wärmende Sonne und der glitzernde Tropfen im Morgentau. so gehört auch die ganze unendliche Scheiße in der Kanalisation mit dazu. Denn alle Existenz ist schrecklich-schönes Spiel.
”Sobald du mit absoluter Sicherheit weißt, dass dich nichts anderes beunruhigen kann als deine eigene Fantasie, beginnst du, deine Wünsche und Ängste, Konzepte und Ideen zu ignorieren und allein nach der Wahrheit zu leben.”Nisargadatta
Zitat von Bozo am Oktober 29, 2025, 3:11 p.m. UhrGestern wurde ich gefragt, was man eigentlich konkret davon habe, aus dem Daseinstraum zu erwachen. DIe Antwort ist: gar nichts.
Wir Menschen sind von Natur aus Vampire. Ständig nach irgendetwas greifend, nimmersatt. Als aus dem Daseinstraum erwachter Vampir mutierst du zum Zombie. Du weißt jetzt, dass die Welt der Fülle essentiell leer ist. Schien das Ziel zuvor noch stets zum Greifen nah, so ist nun klar, dass es nie zu erreichen gewesen ist. Denn den heiligen Gral, dem nachzujagen unser Schicksal ist, den gibt es gar nicht. Wir sehen bloß Fata Morgana um Fata Morgana, derweil wir dürstend durch die Wüste wandern.
Der Zombie weiß: Fülle ist eine Erscheinungsform der Leere, und die eigene Existenz ist eine solche Erscheinungsform. Und alles Suchen und Finden, alles Greifen und Halten, alles Gebären und Werden und Sterben ist Teil dieser Erscheinunsform. Und zwar nur diesen einen flüchtigen Moment lang, den es gar nicht gibt. Einen Zombie-Moment lang scheint es, als lebten Zombie-Wesen ihr Zombie-Leben in einer Zombie-Welt. Und dieser Zombie-Zeitenraum, diese Fata Morgana der Schöpfung, entsteht allein aus Liebe. Und der Zombie weiß: Er ist diese Liebe.
Gestern wurde ich gefragt, was man eigentlich konkret davon habe, aus dem Daseinstraum zu erwachen. DIe Antwort ist: gar nichts.
Wir Menschen sind von Natur aus Vampire. Ständig nach irgendetwas greifend, nimmersatt. Als aus dem Daseinstraum erwachter Vampir mutierst du zum Zombie. Du weißt jetzt, dass die Welt der Fülle essentiell leer ist. Schien das Ziel zuvor noch stets zum Greifen nah, so ist nun klar, dass es nie zu erreichen gewesen ist. Denn den heiligen Gral, dem nachzujagen unser Schicksal ist, den gibt es gar nicht. Wir sehen bloß Fata Morgana um Fata Morgana, derweil wir dürstend durch die Wüste wandern.
Der Zombie weiß: Fülle ist eine Erscheinungsform der Leere, und die eigene Existenz ist eine solche Erscheinungsform. Und alles Suchen und Finden, alles Greifen und Halten, alles Gebären und Werden und Sterben ist Teil dieser Erscheinunsform. Und zwar nur diesen einen flüchtigen Moment lang, den es gar nicht gibt. Einen Zombie-Moment lang scheint es, als lebten Zombie-Wesen ihr Zombie-Leben in einer Zombie-Welt. Und dieser Zombie-Zeitenraum, diese Fata Morgana der Schöpfung, entsteht allein aus Liebe. Und der Zombie weiß: Er ist diese Liebe.
Zitat von Bozo am November 21, 2025, 1:02 p.m. UhrSpirituelles Erwachen hat nichts mit dem vielzitierten Egotod zu tun. Das Ego stirbt nicht. Denn es hat nie gelebt. Das Ego ist eine vom Wahrnehmungs- und Verstandesapparat gebaute Simulation. Genau wie die Welt es ist, in der das Ego zu leben wähnt. Grob gefasst bilden folgende Grundpfeiler das Fundament dieser Simulation: die Illusion von Grenzen/Abgrenzbarkeit. Die Illusion von Beständigkeit/linearer Zeit. Die Illusion von Macht/Kontrolle. Und die Illusion von Sicherheit.
Aus diesen Illusionen wächst nicht nur die territoriale Persönlichkeit des Menschen, sondern seine ganze simulierte Welt. Und dieses Wachstum erfolgt automatisch, sozusagen organisch, kann also nicht verhindert werden. Der Prozess kann allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt durchschaut werden.
Wird es aber in der Regel nicht. Aus dem einfachen Grund, dass dies nur möglich ist, wo der Mensch den Sprung aus der Simulation/dem Traum wagt. Dieser Sprung aber ist nicht vorgesehen, der menschliche Wahrnehmungs- und Verstandesapparat liefert keinerlei Impuls dazu. Ebensowenig kommen entsprchende Impulse aus der Simulation namens Ego oder der Simulation namens äußerer Welt.
Der Impuls zum Sprung aus dem Traum muss also anderswo her kommen. Hier beginnt die Welt der sogenannten Mystik. Ein Magnetismus der anderen Art zieht uns aus unserem Daseinstraum und dort hinein. Was uns anzieht, ist unser wahres Selbst – jener Teil von uns, der unsere Manifestation als individuelle Bewusstheit träumt.
Spirituelles Erwachen hat nichts mit dem vielzitierten Egotod zu tun. Das Ego stirbt nicht. Denn es hat nie gelebt. Das Ego ist eine vom Wahrnehmungs- und Verstandesapparat gebaute Simulation. Genau wie die Welt es ist, in der das Ego zu leben wähnt. Grob gefasst bilden folgende Grundpfeiler das Fundament dieser Simulation: die Illusion von Grenzen/Abgrenzbarkeit. Die Illusion von Beständigkeit/linearer Zeit. Die Illusion von Macht/Kontrolle. Und die Illusion von Sicherheit.
Aus diesen Illusionen wächst nicht nur die territoriale Persönlichkeit des Menschen, sondern seine ganze simulierte Welt. Und dieses Wachstum erfolgt automatisch, sozusagen organisch, kann also nicht verhindert werden. Der Prozess kann allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt durchschaut werden.
Wird es aber in der Regel nicht. Aus dem einfachen Grund, dass dies nur möglich ist, wo der Mensch den Sprung aus der Simulation/dem Traum wagt. Dieser Sprung aber ist nicht vorgesehen, der menschliche Wahrnehmungs- und Verstandesapparat liefert keinerlei Impuls dazu. Ebensowenig kommen entsprchende Impulse aus der Simulation namens Ego oder der Simulation namens äußerer Welt.
Der Impuls zum Sprung aus dem Traum muss also anderswo her kommen. Hier beginnt die Welt der sogenannten Mystik. Ein Magnetismus der anderen Art zieht uns aus unserem Daseinstraum und dort hinein. Was uns anzieht, ist unser wahres Selbst – jener Teil von uns, der unsere Manifestation als individuelle Bewusstheit träumt.
Zitat von Bozo am November 22, 2025, 2:48 p.m. UhrDass und was der Mensch will, das liegt nicht in seiner Hand. Er hat auch keine Kontrolle über die Geschwindigkeit und den Inhalt seines Gedankenflusses. Und was er tut, das wird durch ihn getan, derweil er sich als Ursache missversteht. Währenddessen bleibt jedes auferlegte Ziel stets unerreicht, Gedachtes stimmt nie, und was immer getan wird, ist nie geschehen. Das ist der Witz am Ganzen.Das Ich-Bewusstsein ist eine Tortur. Darum schlafen wir ja so gern. Tiefschlaf ist temporäre Befreiung vom Ich-Bewusstsein. Leider geht die Tortur gleich am nächsten Morgen weiter. Wir sind daher gezwungen, Strategien zu entwickeln, um das Unerträgliche erträglich zu machen.Durch Rituale zum Beispiel. Und jede andere Form von Suchtverhalten. Oder durch unaufhörliche Aktivität und Beschäftigung. Bis wir das große Unbehagen nicht mehr spüren. Beziehungsweise in der Lage sind, es auf die sogenannte ‘äußere Welt’ zu übertragen. Gesellschaftliche Missstände dafür verantwortlich zu machen. Andere Menschen. Oder unser eigenes Schicksal samt unserer persönlichen Beziehungen. Das Unbehagen hat jetzt ein Gesicht: ein äußeres Gesicht.Was die Psychologie nicht begreift, ist, dass all unsere Fluchtversuche völlig natürliche Reaktionen auf eine unerträgliche Grundsituation darstellen. Die Psychologie geht davon aus, dass nur ein krankes Ich Befreiung von sich selbst anstrebt, während ein gesundes Ich sich selbst bejaht und selbstbejahend entfaltet. Und es gibt ja auch genügend Menschen, die genau dies anstreben, und genügend Beispiele von Menschen, die jenes “gesunde Ich” repräsentieren.Im hier besprochenen Kontext aber hat das mit Gesundheit nichts zu tun. In diesem Kontext stellt das Wettrennen der vermeintlich Glücklichen vielmehr die Perfektionierung der Selbsttäuschung und Selbstentfremdung dar. Seit tausenden Jahren läuft die Menschheit in eben diese Richtung. Das versprochene Paradies gefunden hat sie nicht. Es hat sich bloß das Rennen verselbstständigt. Die Auseinandersetzung mit der Grundsituation, der Tortur des Ich-Bewusstseins, aber, die ist auf der Strecke geblieben. Weil der Mensch es so wollte: weil er so gewollt wurde. Weil das allumfassende Bewusstsein den Witz auf diese Art erzählt.
Zitat von Bozo am November 23, 2025, 2:07 p.m. UhrWarum ich diesen ganzen Mist hier schreibe, ist mir ein absolutes Rätsel. Jedes gedachte, gesprochene und geschriebene Wort ist Symptom eines mikroskopischen epileptischen Anfalls. Verstand ist kontrahierter Geist. Und alle Sprache spastischer Natur. Darum kann sie auch keine Wahrheit enthüllen, sondern stets nur Wahrheit verhüllen. Wahrheit wird allein jenseits der Kontraktion offenbar.Ähnlich verhält es sich mit der Inkarnation in einen physischen Körper. Es ist quasi ein langjähriger Zustand der Epilepsie, eine langjährige die Wahrheit verhüllende Kontraktion. Entsprechend sind auch die innerhalb dieser Kontraktion stattfindenden Beziehungen spastischer Natur. Das gilt für die Beziehung zu Mensch und Tier ebenso wie für die Beziehung zu ‘Gott’, dem eigenen wahren Selbst.Und es gilt natürlich auch für die Beziehung zum physischen Tod. Der physische Tod ist die Auflösung der Kontraktion. Als solches müsste er eigentlich ein Leben lang ersehnt werden. Stattdessen wird er gefürchtet. Weil er aus dem kontrahierten Zustand heraus als Ende erscheint, ohne dass erkennbar wäre, dass allein die Kontraktion endet, das Ende also eine Öffnung ist, eine Entspannung hin zur wahren Natur.Das Hauptcharakteristikum jedweden kontrahierten Zustands ist Mangel an Gewahrsein. Und Mangel an Gewahrsein hat leider stets zur Folge, dass wir uns selbst und einander verletzen. Inkarnation an sich ist schmerzhaft. Unser Mangel an Gewahrsein führt dazu, dass wir uns und anderen zuverlässig zusätzliche Schmerzen bereiten. Das ist der Preis jedweder Existenz.Als Kinder haben wir uns immer gegenseitig als “Spasti” beschimpft. Ohne zu wissen, wie akkurat wir einander damit beschrieben. Es will niemand hören, aber als Menschen sind wir Spastis. Wir sind geistig behinderte Wesen. Dazu bestimmt, aus unserem epileptischen Zustands heraus unser wahres Selbst zu verraten und uns selbst und einander ein Leben lang zu verletzen. Das ist der Preis der Existenz.
Zitat von Bozo am November 27, 2025, 1:28 p.m. UhrEs gibt eine geistige/spirituelle Hierarchie. Von der weiß die Menschheit aber nichts. Die geistige Hierarchie betreffend sind die Führer der Menschheit unterste Schublade. Und das gilt in Sachen Religion und Wissenschaft genauso wie in Sachen Wirtschaft und Politik. Es ist eine Katastrophe. Aber eine stimmige. Denn die Masse der Menschen ist die geistige Hierarchie betreffend ebenfalls unterste Schublade.In der untersten Schublade ist der Geist so korrumpiert und die Perspektive so verzerrt, dass Lüge nicht mehr von Wahrheit und Täuschung nicht mehr von Wirklichkeit unterschieden werden kann. Das Gewahrsein reicht nicht über den Tellerrand hinaus, jene Instanz, die die Sufis “Nafs” nennen, beherrscht Herz und Geist. Der Rest ist Geschichte. Menschheitsgeschichte. Unter ständigem Zugzwang. Von der Nafs inszeniert.Zur Welt der Nafs gehört beispielsweise die verhängnisvolle Tendenz, den Blick ständig nach außen zu richten und dort den Fehler zu suchen – statt endlich einmal anzufangen, das eigene Haus auszumisten. Vor allem den Keller. Die ganze eigene Idiotie, die das Fundament des Hauses ausmacht. Die ganzen vergammelnden Kartons an konditionierten Lügen und Täuschungen, das ganze auf Logik gebaute Selbst- und Weltbild. jede Identität und jeden Glaubenssatz.Macht aber niemand. Weil die Nafs es verbietet. Weil unter ständigem Zugzwang gelebt wird und die geistige Kraft nicht reicht, um die Tyrannei zu überwinden. Sie wird ja nicht einmal gesehen. Jedenfalls nicht im eigenen Inneren. Und genau deshalb bleibt das Lügengerüst generationsübergreifend intakt, und die Menschheitsgeschichte bleibt durch alle Kriegs- und Friedenszeiten hindurch die Geschichte misslungener Bewusstseinsevolution.
Zitat von Bozo am November 30, 2025, 1:55 p.m. UhrGedanken sind akute energetische Kontraktionen, Spasmen quasi. Und Glaubenssätze sind die chronische Form dazu. Dabei spielt es im Grunde keine Rolle, ob es sich um als negativ oder als positiv interpretierte Glaubenssätze handelt. Gedanken wie “Das Leben ist gut”, “Gott ist gerecht” oder “Es wird schon alles” mögen sich zunächst gut anfühlen. Um so heftiger fällt die Reaktion aus, wenn sie mit der Wirklichkeit kollidieren. Wenn das Leben Schlechtes oder Ungerechtes beschert, wenn plötzlich alles den Bach runter geht, dann geht auch innerlich viel mehr den Bach runter, wenn entsprechende Glaubenssätze kollabieren.Dasselbe gilt natürlich auch für jedwede Form der Identität, die sich der Mensch zurechtbastelt. Was hier wie dort als sicherer Hafen erscheint, kann jederzeit sein Fundament verlieren. Dann löst es sich vom Ufer und treibt hinaus ins offene Meer. Was als sicherer Hafen erschien, das ist die Simulation, die unwirkliche Blase, in der der Mensch lebt. Das haltlose Treiben auf offenem Meer, das ist die Wirklichkeit.