
Gelsenkirchen. – Es geschah in der zweiten Unterrichtsstunde der Klasse 5a am Robert-Harting-Gymnasium. Frau Holler, die Politiklehrerin, zeigte sich tief schockiert über den Vorfall:
“Wir besprachen, wie wichtig die ‘Drecksarbeit’ war, die Israel für uns alle im Iran geleistet hat, als Melanie B. plötzlich den Arm hob. ‘Warum dürfen einige Länder Atombomben haben und andere nicht, das ist doch ungerecht?’ Ich unterbrach sofort den Unterricht und verständigte die Polizei.”
Melanie B. wurde sofort festgenommen, alle Schüler und Lehrer des Gymnasiums einzeln vernommen. Zeitgleich stürmte die GSG9 das Haus der Eltern des Mädchens.
Der Rest der Klasse 5a kam für 48 Stunden in Quarantäne. “Es ist ganz wichtig, dass sie nach dem Trauma richtig betreut werden”, erklärte Schulpsychologe Steffen Wirtz. “Und genau zu untersuchen, inwieweit Melanie B. auch außerhalb des Unterrichts Schaden an ihren Mitschülerinnen und -schülern angerichtet hat. Gerade Kinder sind der schädlichen Wirkung verbrecherischer Fragen oftmals hilflos ausgeliefert, weil sie nicht in der Lage sind, sie als solche zu identifizieren.”